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Frühjahrsmüdigkeit am Arbeitsplatz: 5 Tipps, was Unternehmen und Beschäftigte tun können

27.03.2025  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa).

Mit den ersten warmen Tagen des Jahres steigt bei vielen Menschen die Freude auf den Frühling – gleichzeitig klagen jedoch zahlreiche Beschäftigte über Frühjahrsmüdigkeit, insbesondere nach der Zeitumstellung am vergangenen Sonntag.

Diese vorübergehende Erschöpfung kann die Leistungsfähigkeit und Konzentration am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Aus arbeitswissenschaftlicher und psychologischer Sicht gibt es jedoch wirksame Strategien, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Woher kommt die Müdigkeit?

Die Frühjahrsmüdigkeit wird durch verschiedene Faktoren begünstigt: Die veränderte Lichtintensität und längere Tageshelligkeit beeinflussen die Produktion des Schlafhormons Melatonin und des Glückshormons Serotonin. Der Körper muss sich an diese Umstellung erst anpassen, was zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit führen kann. „Zudem kann der Wechsel zwischen kalten und warmen Temperaturen den Kreislauf belasten und Ermüdungssymptomen hervorrufen“, weiß Nora Johanna Schüth, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.

Auswirkungen auf den Job

Für Unternehmen ist es wichtig, die Auswirkungen der Frühjahrsmüdigkeit auf ihre Beschäftigten zu berücksichtigen. Konzentrationsprobleme, verringerte Produktivität und eine erhöhte Fehlerquote können die Folge sein. Insbesondere Tätigkeiten, die hohe Aufmerksamkeit und Präzision erfordern, können unter der saisonalen Müdigkeit leiden.

Arbeitgeber und Beschäftigte können aktiv gegen Frühjahrsmüdigkeit vorgehen

  • Tageslicht nutzen: Falls möglich, gehen Sie schon morgens zu Fuß zur Arbeit oder parken Sie Ihr Auto in einiger Entfernung zur Arbeitsstätte, um Tageslicht zu tanken. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, auch in der Mittagspause, kann die Serotoninproduktion ankurbeln und das Energieniveau steigern.
  • Bewegung am Arbeitsplatz: Nutzen Sie kurze Pausen für Bewegung. Ergonomisch günstig gestaltete Arbeitsplätze und leichte Dehnübungen helfen, die Durchblutung zu fördern und Müdigkeit entgegenzuwirken.
  • Gesunde Ernährung: Nutzen Sie die größere Auswahl der Obst- und Gemüseregale für eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung mit viel frischer Kost. Auch der Verzehr hochwertiger Proteine unterstützt den Stoffwechsel und beugt Energietiefs vor.
  • Ausreichend Schlaf: Geben Sie sich maximal kurzen Powernaps hin und verzichten Sie rund um die Zeitumstellung auf einen Mittagsschlaf: Eine konsequente Schlafhygiene mit festen Schlafenszeiten hilft dem Körper, sich an den neuen Rhythmus des Tageslichts anzupassen.
  • Flexibilität in der Arbeitsgestaltung: Gleitzeitmodelle oder die Möglichkeit für kurze Pausen können helfen, den natürlichen Leistungskurven besser gerecht zu werden.

Frühjahrsmüdigkeit ist ein temporäres Phänomen, das sich mit gezielten Maßnahmen abmildern lässt. Unternehmen können durch eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung dazu beitragen, dass ihre Beschäftigten produktiv und fit bleiben. Gleichzeitig können Beschäftigte durch bewusste Verhaltensweisen ihre eigene Leistungsfähigkeit unterstützen. Wer den Frühling aktiv nutzt, kann aus der saisonalen Umstellung sogar neue Energie schöpfen.

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